Kiew nicht an Friedensschluß interessiert: Selenskyj will auch die Krim zurück
Kiew/Moskau. Erneut hat die Ukraine keinen Zweifel daran gelassen, daß sie kein Interesse an einem baldigen Ende des Krieges mit Rußland hat. Einen Friedensschluß hält der ukrainische Präsident Selesnkyj vielmehr erst nach einer Rückholung aller besetzten Gebiete für möglich – dazu zählt nach Kiewer Sicht außer den strittigen „Volksrepubliken“ Donez und Lugansk auch die Krim.
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„Wenn wir alles zurückholen, was uns gehört, dann beenden wir den Krieg“, sagte Selenskyj am Mittwoch im Gespräch mit französischen Studenten.
Kremlchef Putin hatte die Militäroperation in der Ukraine auch damit begründet, daß Kiew plane, sich die Krim mit militärischer Gewalt zurückzuholen. Ein entsprechender Versuch habe kurz bevorgestanden, hatte Putin am Montag bei der Militärparade auf dem Roten Platz gesagt. Eine Rückgabe der Krim, die per Volksentscheid im März 2014 mit Rußland (wieder)vereinigt wurde, hat Moskau stets kategorisch ausgeschlossen. Hingegen hat die Rückgewinnung der derzeit „besetzten Gebiete“ in der Ukraine seit geraumer Zeit Verfassungsrang.
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Auch der Westen hat keinerlei Interesse an einem baldigen Ende des Waffengangs in der Ukraine. US-Außenminister Blinken erklärte erst kürzlich bei einem inoffiziellen NATO-Gipfel in Ramstein, Ziel der US-Politik sei es, Rußland nachhaltig zu schwächen. (mü)
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