Kickl rechnet zum „Europatag“ mit der EU ab: „Gegen das Wohl der eigenen Bevölkerung“
Wien. Generalabrechnung mit den Eurokraten: den sogenannten „Europatag“, der in der EU am 9. Mai zelebriert wird, nutzte der österreichische FPÖ-Chef Herbert Kickl zu einer fulminanten Auseinandersetzung mit der europäischen Realität im Jahr 2024. Von der ursprünglichen Idee eines Europas der Vaterländer, kritisierte der freiheitliche Spitzenmann, sei die EU längst abgekommen – heute betreibe Brüssel Kriegshetze, ausufernde Bevormundung der Bürger, den Abbau der nationalen Souveränität und die Transformation der Welt im Sinne des „Great Reset“.
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Ein Blick auf die Gegenwart zeige, daß „vom Grundgedanken einer Wirtschaftsgemeinschaft zum Wohle der Bürger und zur Wahrung des Friedens überhaupt nichts mehr übriggeblieben ist“. Vielmehr werde die EU „zu einem Projekt für selbsternannte Eliten und Interessen internationaler Konzerne gemacht, die genau gegen das Wohl der eigenen Bevölkerung gerichtet ist“. Die Brüsseler Granden arbeiteten Hand in Hand mit „willfährigen, trittbrettfahrenden System-Politikern“ an der Errichtung eines „zentralistischen EU-Superstaates“, in dem die Mitgliedstaaten und deren Bürger „maximal als untergeordnete, vasallenartige Befehlsempfänger“ eine Rolle spielen dürften.
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Auch von ihrem ursprünglichen Friedensanliegen hat sich die EU laut Kickl längst verabschiedet: „Die EU-Nomenklatura ergeht sich seit nunmehr mehr als zwei Jahren rund um den verurteilungswürdigen Krieg Rußlands gegen die Ukraine einzig in kriegstreiberischer Rhetorik, der Lieferung von immer mehr und immer tödlicheren Waffen sowie dem Schnüren eines wirkungslosen Sanktionspakets nach dem anderen, deren schädliche Wirkung sich vor allem auf die eigene Wirtschaft und den Wohlstand der eigenen Bevölkerung niederschlägt.“ Friedensverhandlungen würden gar nicht erst in Betracht gezogen, vielmehr würde jene, die das sinnlose Sterben beenden wollten, diffamiert.
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Ausführlich setzte sich Kickl auch mit Klimawahn und Klimapolitik auseinander – dem FPÖ-Chef zufolge das zentrale Instrument der großen Transformation: „Den ganz großen Angriff auf die Freiheit fahren die EU-Eliten mit ihrem ökokommunistischen Klimawahn, der nicht auf den wichtigen Umweltschutz abzielt, sondern mit dem den Menschen von oben herab vorgeschrieben wird, wie sie wirtschaften, welche Verkehrsmittel sie benutzen, wie sie wohnen sowie welche Technologien sie verwenden sollen – und der ihnen das tägliche Leben künstlich verteuert“, sagte Kickl. Gleichzeitig versage die EU in all jenen Bereichen, für die sie eigentlich zuständig sei – etwa beim Schutz der Außengrenzen – auf ganzer Linie. Schlimmer noch: letztlich würden die „Interessen der illegalen Einwanderer über jene der eigenen Bürger“ gestellt, kritisierte der freiheitliche Frontmann.
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Umso wichtiger sei die bevorstehende Europawahl am 9. Juni. Die EU der Zukunft könne „nur eine Gemeinschaft souveräner Nationalstaaten sein, die ihren Bürgern Frieden, Sicherheit, Freiheit und Wohlstand garantiert.“ Für den dringend erforderlichen Kurswechsel stehe in Österreich einzig die FPÖ, die überdies „ein Schutzschild für unsere Souveränität und Neutralität“ sei.
Der „Europatag“ am 9. Mai geht auf die Gründung der Montanunion im Jahr 1950 zurück. Bei der vom damaligen französischen Außenminister Robert Schuman angestoßenen Initiative wurden die europäischen Kohle- und Stahlvorkommen vergemeinschaftet, bei denen es sich allerdings zum Großteil um die Vorkommen des besiegten Deutschlands handelte. Nicht umsonst fiel die Gründung der Montanunion auf den 9. Mai – das Datum der Kapitulation der Wehrmacht fünf Jahre zuvor. (mü)
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