Keine Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG: Rudert Washington jetzt zurück?

Washington. Rudern die USA beim Thema Nord Stream 2 zurück? Zumindest gibt es jetzt ein Indiz dafür, daß Washington wegen der russisch-deutschen Ostsee-Pipeline offenbar nicht bis zum äußersten gehen möchte. Einem Bericht der US-Nachrichtenseite „Axios“ zufolge will die US-Regierung auf die Anwendung von Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG im schweizerischen Zug und deren deutschen Geschäftsführer Matthias Warnig verzichten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Republikaner im US-Kongreß, die zu den Scharfmachern im Konflikt um Nord Stream 2 gehören, sollen auf den Bericht empört reagiert haben. Der Top-Republikaner im Auswärtigen Ausschuß des Repräsentantenhauses, Michael McCaul, teilte mit, sollte der „Axios“-Bericht zutreffen, wäre das ein Indiz dafür, daß die Biden-Regierung die Pipeline nie wirklich habe verhindern wollen.

Nord Stream 2 ist zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt. Ein Teilstück von 121 Kilometern fehlt noch. Die USA sind massiv gegen die Pipeline, unter anderem weil sie Vorzugsbedingungen für ihr Flüssiggas in Europa schaffen wollen. Moskau geht derzeit davon aus, daß der Bau der Pipeline bis Ende des Sommers abgeschlossen werden kann. (mü)

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