Keine Lust auf Krieg: Nur 29 Prozent der Deutschen würden in den Krieg ziehen

Keine Lust auf Krieg: Nur 29 Prozent der Deutschen würden in den Krieg ziehen

Berlin. Die Deutschen haben keine Lust darauf, „kriegstüchtig“ zu werden. Eine aktuelle INSA-Umfrage im Auftrag des unabhängigen Nachrichtenportals „Nius“ (2.004 Befragte) enthüllt vielmehr eine bemerkenswerte Wehrunwilligkeit: ganze 54 % gaben an, sie würden „(eher) nein“ sagen, wenn es darum ginge, Deutschland mit der Waffe zu verteidigen. Nur 29 % wären grundsätzlich bereit, 13 % sind unentschlossen.

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Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind eklatant: während 41 % der Männer zur Waffe greifen würden, sind es bei Frauen nur 17 %. Umgekehrt lehnen 61 % der Frauen und 46 % der Männer eine bewaffnete Verteidigung grundsätzlich ab.

Paradox zeigt sich das Stimmungsbild bei Grünen-Wählern: zwar befürworten 65 % die allgemeine Kriegstüchtigkeit Deutschlands, doch nur 30 % wären persönlich bereit, im Ernstfall zu kämpfen, 59 % lehnen dies ab. Ähnliche Diskrepanzen zeigen sich bei anderen Parteianhängern – wobei zu berücksichtigen ist, daß die Antworten auch die spezielle außenpolitische Situation widerspiegeln, in die die Berliner Politik das Land in den letzten Jahren hineinmanövriert hat. Viele Deutsche sehen keinerlei Notwendigkeit für einen bewaffneten Konflikt mit Rußland. Bei der Union würden 42 % persönlich in den Krieg ziehen, 39 % aber nicht. Bei der SPD gaben 36 % „Ja“ zur Antwort, 48% „Nein“. Auch bei der AfD sind nur 25 % bereit, zu kämpfen, 62 % sind dies nicht. Bei der Linken würden nur unter 20 % in den Krieg ziehen. (rk)

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