Keine Helden, sondern Schlepper-Handlanger: Ermittlungen gegen deutsche „Flüchtlings“helfer

Trapani. Während „Flüchtlingshelfer“ im Mittelmeer für bundesdeutsche Medien quasi Säulenheilige sind, sieht man das im Ausland anders. In Italien etwa, das dank der organisierten Schlepperei mit „Flüchtlingen“ regelrecht überschwemmt wird, sieht man die selbst ernannten "Hilfsorganisationen" wesentlich weniger positiv. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Trapani mehrere Mitarbeiter von Hilfsorganisationen angeklagt. Bislang sind dabei ausschließlich deutsche Organisation ins Visier der Ermittlungen geraten. Zunächst war es um die Organisation „Jugend Rettet“ und ihr Schiff „Iuventa“ gegangen, anschließend seien auch „Save the Children“ aus Berlin und „Ärzte ohne Grenzen“ ins Fadenkreuz geraten, berichten italienische Zeitungen.

Angeklagt sind demnach insgesamt 21 Personen. Sie werden verdächtigt, Migranten nicht gerettet, sondern in Zusammenarbeit mit Schleppern aus Libyen an Bord ihrer Schiffe genommen zu haben.

Die „Iuventa“ war 2017 von italienischen Behörden festgesetzt worden. Grund dafür war die Nichtunterzeichnung eines Verhaltenskodex‘ für Einsätze zur Migrantenaufnahme des italienischen Innenministeriums. Allein mit diesem Schiff waren Tausende Einwanderer nach Europa gebracht worden.

Schon in der Vergangenheit gab es Hinweise darauf, daß „Flüchtlings“hilfsorganisationen mit Schleppern zusammenarbeiteten. 2019 berichtete ein Schlepper italienischen Journalisten, daß seine Gruppierung in Kontakt mit „Sea-Watch“, einer anderen deutschen Flüchtlingshilfsorganisation, stehe. Die Schlepper seien demnach über die Orte informiert, an denen Schiffe solcher Vereine warteten. Der frühere italienische Innenminister Salvini (Lega) hatte die Seenotrettungsvereine wiederholt als „stellvertretende Schlepper“ bezeichnet. (mü)

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