Kein Vertrauen in den Euro: Polen mit großer Mehrheit gegen Beitritt zur Euro-Zone
Warschau. Die Polen sind auch unter der neuen Regierung unter Ministerpäsident Tusk nicht bereit, den Euro einzuführen. Fast 70 Prozent der Bevölkerung wollen laut einer aktuellen Umfrage nicht, daß Polen der Eurozone beitritt. Sie würden es vorziehen, den Zloty beizubehalten, zeigt die vom Umfrageinstitut United Surveys im Auftrag von Wirtualna Polska durchgeführte Umfrage. Außerdem ist fast die Hälfte der Polen „definitiv gegen“ einen Beitritt zur Eurozone. Nur 27,3 Prozent befürworten die Einführung des Euro.
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Für die meisten Skeptiker sind vor allem die steigenden Preise für Grundgüter und eine drohende Abhängigkeit der polnischen Finanzpolitik von Entscheidungen in Brüssel die Hauptargumente gegen die Euro-Einführung. Die Skepsis ist auch nicht von der politischen Einstellung abhängig – sowohl die Wähler der PiS-Opposition als auch die der EU-freundlicheren Parteien der derzeitigen Regierungskoalition unter Donald Tusk stehen der Eurozone kritisch gegenüber.
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Polen könnte der Eurozone aber ohnehin vorerst nicht beitreten, weil es die Konvergenzkriterien nicht erfüllt, darunter Preisstabilität, solide öffentliche Finanzen, Wechselkursstabilität und langfristige Zinssätze. (mü)
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