Kein Versprecher: Baerbock weist polnische Reparationsforderungen zurück
Warschau/Berlin. Ausnahmsweise Positives über Bundesaußenministerin Baerbock (Grüne): bei ihrem Besuch in Warschau am Mittwoch beschied sie die polnischen Reparationsforderungen an Deutschland, die sich auf eine Summe von 1,3 Billionen Euro belaufen, abschlägig. Das polnische Außenministerium hatte Baerbock die Forderung demonstrativ unmittelbar vor dem Besuch zugestellt.
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Die grüne Außenministerin vertrat demgegenüber die bekannte Position Berlins. Die Frage der Reparationen sei aus Sicht der Bundesregierung „abgeschlossen“, sagte sie bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Außenminister Zbigniew Rau in Warschau. Deutschland stehe zwar „ohne Wenn und Aber“ zu seiner historischen Verantwortung, es könne „keinen Schlußstrich geben“. Beim Aufbau der EU seien jedoch rechtliche Grundlagen geschaffen worden, deswegen sei die Frage nach Reparationen „rechtlich geklärt“.
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Der polnische Amtskollege Rau wollte sich damit nicht zufriedengeben und erklärte, er sei „überzeugt, daß sich die Position der deutschen Regierung in dieser Frage als Ergebnis des Dialogs weiterentwickeln“ werde. Weitere Reibereien mit Warschau sind mithin vorprogrammiert. (rk)
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