Kein Sommerjob für Kopftuch-Muslima: Edeka muß zahlen

Hamburg. Von einem Kopftuchverbot wie in anderen europäischen Ländern ist man in Deutschland Welten entfernt. Diese Erfahrung mußte jetzt die Lebensmittelkette Edeka machen. Eine Hamburger Edeka-Filiale muß einer muslimischen Schülerin eine Entschädigung zahlen, weil das Mädchen wegen seines Kopftuchs als Bewerberin für einen Sommerjob abgelehnt worden war. Filialleiter, Unternehmen und der Anwalt der Muslimin einigten sich dieser Tage außergerichtlich. Der Edeka-Geschäftsführer und der Marktleiter entschuldigten sich zudem persönlich. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die 16jährige hatte im Juni mit einem Instagram-Video für Schlagzeilen gesorgt, in dem sie davon berichtete, wie der Edeka-Marktleiter sie in einem Bewerbungsgespräch für einen Sommerjob abgelehnt hatte. „Du setzt dein Kopftuch ab oder du kannst hier nicht arbeiten“, soll der Mann demnach gesagt haben. Edeka bestätigte den Vorfall.

Die Betroffene hatte in dem Video unter Tränen geschildert: „Ich hätte es mir nicht vorstellen können, daß ich als 16jährige Schülerin von einem Geschäftsführer aufgrund meines Kopftuchs fertig gemacht werde.“ Sie sei sich bewußt gewesen, daß sie in ihrem späteren Leben einmal diskriminiert oder Absagen erhalten würde. „Aber nicht in dem Alter, vielleicht mit 26“, ergänzte das Mädchen. „Das war für mich eine Realitätsklatsche, daß Rassismus existiert.“ Das Video wurde mehr als 1,5 Million Mal angeklickt. (se)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Wer für die Krise gewappnet sein will, findet hier Informations- und Ausrüstungsmaterial:

https://netzladen.lesenundschenken.de/krisenbereit/

Kommentare