Kein Interesse an Medien-Diffamierung: ARD muß in Aussig draußen bleiben
Aussig/Ustí nad Labem. Unangenehme Überraschung für die ARD: sie mußte bei einer Pressekonferenz des tschechischen Ministerpräsidenten Babis mit seinem ungarischen Kollegen Viktor Orbán im böhmischen Aussig (heute: Ustí nad Labem) draußen bleiben. Betroffen waren demnach unter anderen MDR-Fernsehkorrespondent Danko Handrick und sein Team. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Die ARD teilte mit, vor Ort – im Stadttheater von Aussig – seien Namenslisten von Medien ausgelegen, die keinen Zutritt erhalten sollten. Man protestiere „aufs Schärfste gegen diese Einschränkung der Pressefreiheit“, hieß es in einer Mitteilung der Sendeanstalt.
„Presse- und Rundfunkfreiheit sind ein Fundament der Demokratie, dazu gehört der ungehinderte Zugang zu Informationen und Pressekonferenzen“, dozierten ARD-Chef Tom Buhrow und MDR-Intendantin Karola Wille in der gemeinsamen Mitteilung. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Auch mehrere weitere ausländische und tschechische Journalisten beschwerten sich darüber, von der Pressekonferenz, die live im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT übertragen wurde, ausgeschlossen worden zu sein. Zur Begründung wurden offiziell Kapazitätsgründe angeführt. Allerdings ist die durch und durch tendenziöse Berichterstattung des „Ersten“ nicht nur in Deutschland bekannt. „Autoritäre“ Staats- und Regierungschefs wie etwa der ungarische Präsident Orbán zählen zu ihren bevorzugten Opfern. Denkbar mithin, daß Babis und sein ungarischer Gast einfach weiterer Diffamierung vorbeugen wollten. (mü)
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