Kein Interesse an Einmischung: China verweigert Fregatte „Bayern“ die Hafeneinfahrt

Berlin/Peking. Das ist nur konsequent: ein von der Bundesregierung geplanter Besuch der Fregatte „Bayern“ in China ist am Widerspruch aus Peking gescheitert. „China hat nach einer gewissen Bedenkzeit entschieden, daß es keinen Hafenbesuch der deutschen Fregatte ‚Bayern‘ wünscht, und das haben wir zur Kenntnis genommen“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die Fregatte war am 2. August mit 200 Soldaten an Bord von Wilhelmshaven aus in Richtung Indopazifik aufgebrochen. Die Bundesregierung hatte bereits im April angekündigt, ihr sicherheitspolitisches Engagement in Asien verstärken zu wollen – was de facto auf Konfrontation mit China hinausläuft, das in der Region seine eigenen Ziele verfolgt. Störmanöver aus Deutschland werden dabei nicht gebraucht.

Das Bundesverteidigungsministerium umriß seine Ziele im Indopazifik mit Vokabeln wie: „eine regelbasierte Ordnung, freie Seewege, Multilateralismus“. Berlin wollte das mit einer vermeintlich freundlichen Geste in Richtung China – dem nun geplatzten Hafenbesuch – verknüpft sehen. In Peking legt man darauf verständlicherweise keinen Wert. (mü)

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