Kein Aprilscherz: „Tagesschau“ berichtet über „entbindende Person“ statt „Mutter“
Berlin. Der Aufschrei war verständlich: die „tagesschau“ berichtete am Wochenende in einem Online-Bericht über eine „entbindende Person“. Um niemanden zu „diskriminieren“, wurde nicht das Wort „Mutter“ verwendet. Doch in diesem Fall sah sich die GEZ-Sendeanstalt zum Zurückrudern veranlaßt.
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Der Fall: Der „tagesschau“-Beitrag sollte am Samstag kurz und prägnant erklären, was es mit einem aktuellen Gesetzentwurf auf sich habe. In der Erläuterung hieß es dazu, daß nach der Geburt eines Kindes nicht nur die Mutter, sondern auch der zweite Elternteil einen Anspruch auf Sonderferien habe. Wörtlich: „Der Partner oder die Partnerin der entbindenden Person soll künftig zwei Wochen nach der Geburt freigestellt werden.“
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Die „Bild“-Zeitung hakte nach und erhielt von der „tagesschau“-Redaktion die Auskunft: „Der Begriff wurde gewählt, um niemanden zu diskriminieren.“ Auf die Rückfrage, wer genau mit dem Ausdruck „Mutter“ diskriminiert werde, erhielt die „Bild“ zunächst keine Antwort. In den sozialen Medien wurde inzwischen ausufernd und emotional über den Fall diskutiert. Schließlich änderte die „tagesschau“ ihre Formulierung erneut und schreibt nun statt „entbindender Person“ wieder „Mutter“.
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Gegenüber dem Online-Portal „20 Minuten“ erklärte der Norddeutsche Rundfunk (NDR): „Da es zu Mißverständnissen geführt hat, wurden in dem Text die Begriffe ‚Entbindende‘ sowie ‚gebärende Person‘ durch das Wort ‚Mutter‘ ausgetauscht.“ (tw)
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