Kein Anschluß unter dieser Nummer: Amerikaner wollen nicht mehr mit General Freuding sprechen

Kein Anschluß unter dieser Nummer: Amerikaner wollen nicht mehr mit General Freuding sprechen
Flickr/U.S. Army Photo by Lacey Justinger, 7th Army Training Command/CC BY 2.0

Washington/Berlin. Der Heeresinspekteur der Bundeswehr, General Christian Freuding, hat ein Problem: die Kommunikation zwischen den deutschen und amerikanischen Militärs ist praktisch zusammengebrochen. Freuding macht aus seiner Bestürzung kein Hehl.

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Früher, erklärte er dem US-Magazin „The Atlantic“, konnte er „Tag und Nacht“ SMS´ an US-Verteidigungsbeamte schicken. Heute sei der Draht nach Washington „abgebrochen, wirklich abgebrochen“. Als die USA vor Monaten plötzlich die Waffenlieferungen an die Ukraine stoppten, erfuhr Berlin davon aus den Medien. Für Informationen zur amerikanischen Politik muß sich Freuding jetzt an die deutsche Botschaft wenden, wo „es jemanden gibt, der versucht, jemanden im Pentagon zu finden“.

Freuding faßt es in einem Bild zusammen: „Du hast einen Feind, der an deine Tür klopft, und gleichzeitig verlierst du einen guten Freund.“ Gemeint sind Rußland und die USA unter Donald Trump.

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Tatsächlich zeigt Washington angesichts der fortgesetzten Bemühungen der Europäer, die amerikanisch-russischen Bemühungen um einen Friedensschluß in der Ukraine zu sabotieren, seit kurzem demonstratives Desinteresse an den transatlantischen Verbündeten. US-Außenminister Marco Rubio sagte jüngst kurzfristig seine Teilnahme am jährlichen NATO-Treffen in Brüssel ab. Statt seiner nimmt nun der stellvertretende Außenminister Christopher Landau teil.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums begründete Rubios Absage lapidar: Es sei „völlig unrealistisch“, den Minister bei jedem Treffen zu erwarten. Die Wahrheit ist, daß die Amerikaner von den Eskapaden der Europäer schlichtweg genug haben. (rk)

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