Katzenjammer nach der Schweden-Wahl: Rechter Erfolg – aber niemand will mit den Schwedendemokraten

Katzenjammer nach der Schweden-Wahl: Rechter Erfolg – aber niemand will mit den Schwedendemokraten

Stockholm. In Schweden hat sich nach der Parlamentswahl am Sonntag das Ergebnis bestätigt – und den rechten Schwedendemokraten einen überragenden Erfolg beschert.

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Nach Auszählung aller Stimmen ist klar: die sozialdemokratische Regierung unter Ministerpräsidenten Magdalena Andersson (die wie zahlreiche andere europäische Politiker Absolventin des Weltwirtschaftsforums von Klaus Schwab ist) endet nach acht Jahren. Das Ruder übernimmt jetzt eine konservativ-rechte Mehrheit. Andersson hat bereits ihren Rücktritt erklärt.

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Zwar konnten die Sozialdemokraten sogar noch um zwei Prozent auf jetzt 30,4 Prozent zulegen. Für eine linke Mehrheit reicht es aber nicht mehr. Einen historischen Triumph konnten hingegen die rechtspopulistischen Schwedendemokraten verbuchen – sie sind mit 20,6 Prozent erstmals zweitstärkste politische Kraft im Stockholmer Reichstag und überflügelten damit die konservative Moderate Sammlungspartei unter Ulf Kristersson, die auf 19,1 Prozent kam.

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Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden, weil auch bei den schwedischen Bürgerlichen, die jetzt nominell über eine Mehrheit verfügen, der Abgrenzungswahn grassiert. Schwedendemokraten-Chef Jimmie Åkesson (s. Bild) hat als Vertreter der zweitstärksten Parlamentspartei bereits Ansprüche auf eine Regierungsbeteiligung angemeldet, doch davor scheuen die vermeintlichen „Partner“ im bürgerlich-rechten Lager zurück. Insbesondere die Liberalen stemmen sich vehement gegen eine Regierungsbeteiligung der Schwedendemokraten. Åkesson hingegen betonte am Mittwochabend in einem Facebook-Eintrag, daß seine Partei in der neuen Regierung „eine konstruktive und treibende Kraft“ sein wolle. Es gehe darum, „Schweden wieder an die erste Stelle zu setzen.“ (mü)

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