Katerstimmung in Kiew: Westliche Unterstützung läßt zu wünschen übrig

Katerstimmung in Kiew: Westliche Unterstützung läßt zu wünschen übrig

Kiew. In Kiew werden die Sorgen lauter, daß die westliche Unterstützung angesichts des neuen Krisenherds im Nahen Osten einschlafen könnte. Der ukrainische Finanzminister Martschenko beschwerte sich jetzt am Rande des aktuellen Treffens der Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IWF) in Marrakesch bitterlich darüber, daß es immer schwieriger werde, sich finanzielle Hilfe vom Westen zu sichern. Im Vergleich zum April müsse man sich „doppelt so stark“ um Hilfszusagen bemühen. „Ich sehe viel Müdigkeit, ich sehe viel Schwäche bei unseren Partnern“, sagte Martschenko.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Der Minister macht zwei Veränderungen für den Stimmungswandel verantwortlich: „eine geopolitische Verschiebung und der interne politische Kontext in verschiedenen Ländern“. Er verwies etwa auf anstehende Wahlen in den USA und in der EU.

Dabei ist die Ukraine längst bankrott. Über die laufende Militärhilfe hinaus benötigt Kiew massive westliche Finanzhilfen, um eine aktuelle Haushaltslücke von 43 Milliarden Dollar im kommenden Jahr zu schließen.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Auch der ukrainische Präsidentenberater Podolyak beklagt die zögerliche Unterstützung aus dem Westen. In einem Interview mit „Channel 24“ kritisierte er, daß westliche Waffen zu langsam einträfen und dies die Verteidigung der Ukraine ernsthaft beeinträchtige. „Im Herbst 2022 hat sich alles langsam entwickelt“, sagte Podolyak. „Wir haben die Logistik ausgearbeitet, es gab viele Genehmigungen. Doch selbst dann waren wir außerhalb des Lieferplans. Denn anstatt Waffen innerhalb einer Woche zu erhalten, begannen wir, sie in drei bis vier Monaten zu erhalten.“

Einer der Gründe dafür, den Podolyak natürlich nicht erwähnt, könnten die massiven Abzweigungen westlicher Lieferungen auf die Schwarzmärkte sein. Schon früh kritisierten nicht nur Interpol-Beamte, sondern auch ukrainische Behörden, daß westliche Lieferungen in massivem Umfang veruntreut würden und teilweise nicht bei den ukrainischen Streitkräften ankämen. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Kommentare