Kanzler Scholz in der Normandie: Noch ein „Tag der Befreiung“

Kanzler Scholz in der Normandie: Noch ein „Tag der Befreiung“
Sandro Halank, Wikimedia Commons,

Saint-Laurent-sur-mer. Zum 80. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie gab Bundeskanzler Scholz die Sprechpuppe der Sieger. Anders als Rußland, das damals mit den Westalliierten verbündet war, aber von den Gedenkfeierlichkeiten ausgeladen worden war, durfte Scholz an der Seite der früheren Kriegsgegner den Pseudo-Alliierten simulieren.

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In einem Gastbeitrag für die französische Zeitung „Ouest France“ bezeichnete Scholz den 6. Juni, den Tag der Invasion, als „Tag der Befreiung“ und lobte die alliierten Landungstruppen: „Ihr Mut eröffnete uns Deutschen die Chance auf einen Neuanfang.“

Der Kanzler durfte am Donnerstag an der zentralen Gedenkfeier am Landungsstrand „Omaha Beach“ in der Normandie teilnehmen. Auch bei dieser Gelegenheit demonstrierte er den transatlantischen Kniefall und sagte über seine Teilnahme: „Es ist Ausdruck des geeinten Europas und zeigt die Beständigkeit unserer transatlantischen Partnerschaft.“ Und: „Für dieses Europa zu arbeiten, das ist das Vermächtnis des 6. Juni 1944.“

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Ähnliche Sprechblasen sonderte auch der gleichfalls eingeladene ukrainische Präsident Selenskyj ab, der auf X (vormals Twitter) erklärte: „Die Alliierten haben damals die Freiheit Europas verteidigt, und die Ukrainer tun dies heute.“

Die Invasion in der Normandie markierte 1944 den Beginn der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges. Etwa 3100 Landungsboote mit mehr als 150.000 Soldaten aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Polen setzten in einer logistischen Meisterleistung bei stürmischem Wetter über den Kanal. Unter teils schweren Verlusten gelang noch am ersten Landungstag die Bildung mehrerer Brückenköpfe. (mü)

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