Kanzler Scholz: Friedens-Fürsprecher als „gefallene Engel aus der Hölle“ bezeichnet

Kanzler Scholz: Friedens-Fürsprecher als „gefallene Engel aus der Hölle“ bezeichnet
Sandro Halank, Wikimedia Commons,

München. Starker Tobak: bei einem Wahlkampfauftritt in München ist Bundeskanzler Scholz (SPD) ausgerastet und bezeichnete Kriegsgegner, die Waffenlieferungen an die Ukraine kritisieren, als „gefallene Engel aus der Hölle“.

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Rund 2000 Menschen hatten sich am Freitag anläßlich des Landtagswahlkampfes der SPD auf dem Münchner Marienplatz eingefunden – darunter aber mitnichten nur Unterstützer der Regierungspolitik. „Für Waffenstillstand und Friedensverhandlungen“ stand auf einem Transparent. Wegen anhaltender Buh-Rufe war der Kanzler minutenlang nur eingeschränkt zu hören. Irgendwann brannten bei ihm offenbar die Sicherungen durch, und er rief den Kritikern seiner Ukraine-Politik zu: „Und die, die hier mit Friedenstauben rumlaufen, sind deshalb vielleicht gefallene Engel, die aus der Hölle kommen, weil sie letztendlich einem Kriegstreiber das Wort reden.“

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Damit stach Scholz ersichtlich in einen Wespennest. In den sozialen Netzwerken war sein Aussetzer am Wochenende Thema Nummer eins. Unter anderem der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer zeigte sich entsetzt und sprach auf Twitter vom „Tiefpunkt der deutschen Friedensdiskussion. Schmidt und Brandt würden sich im Grab umdrehen.“ Und weiter: „Ich war einer der vielleicht 2000 Zuschauer. Ich habe weder gepfiffen noch gebuht. Sondern nur gestaunt. Über die schwerste Beleidigung aller Zuhörer, die der kristallklaren Forderung unseres Grundgesetzes folgen, dem ‚Frieden in der Welt zu dienen´.“

Mittlerweile ist von Sammelklagen empörter Veranstaltungsbesucher zu hören, die strafrechtlich gegen den Kanzler vorgehen wollen. (st)

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