Kampf um die „Südost-Lücke“: Italien, Slowenien und Kroatien gemeinsam gegen Illegale
Triest. Europa wird derzeit praktisch aus allen Himmelsrichtungen von illegaler Zuwanderung heimgesucht. Um die „Südost-Lücke“ zu schließen, wollen Italien, Slowenien und Kroatien jetzt ihre Kooperation verstärken. Darauf haben sich die Innenminister der drei Länder bei einem Treffen in Triest geeinigt.
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Die drei Minister – Matteo Piantedosi, Boštjan Poklukar und Davor Božinović – kamen überein, gemeinsame Grenzpatrouillen zu starten, Aufnahmezentren für Einwanderer einzurichten und regelmäßige Treffen auf Ministerebene abzuhalten.
Slowenien hat am 21. Oktober wieder Polizeikontrollen an seinen Grenzen zu Kroatien und Ungarn eingeführt, obwohl alle drei Länder Mitglieder des grenzfreien Schengen-Raums der EU sind. Die grenzenlose Mobilität in Europa ist einer der ideologischen Höchstwerte der EU und wird von den Brüsseler Eurokraten besonders hartnäckig verteidigt.
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Der kroatische Innenminister Božinović sagte, das Thema Sicherheit „ist von zentralem Interesse für unsere Bürger. Unsere Pflicht ist es, sie durch eine gemeinsame Zusammenarbeit zu stärken, zu der es keine Alternative gibt. Kein Land kann dies allein bewältigen.“ Er rief in Erinnerung, daß zahlreiche Migranten das Asylsystem in Kroatien mißbrauchten, um dann illegal nach Westeuropa weiterzureisen.
Zagreb meldete in diesem Sommer eine „noch nie dagewesene“ Zahl von Migranten aus dem benachbarten Bosnien und Herzegowina, mit dem Kroatien eine lange Landgrenze teilt, die schwer zu kontrollieren ist. (mü)
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