Kalkulierter Tabubruch: Orbán macht sich über die Deutschen und das Gas lustig

Kalkulierter Tabubruch: Orbán macht sich über die Deutschen und das Gas lustig

Budapest/Brüssel. Der ungarische Präsident Orbán ist immer wieder für Schlagzeilen gut. Weil er öffentliche Schwulenpropaganda und keine Illegalen im Land mag, ist er den Brüsseler Eurokraten seit langem ein Dorn im Auge. Und Orbán läßt keine Gelegenheit aus, gegen westliche „Werte“ und jahrzehntelang festgezimmerte Tabus zu sticheln.

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Jetzt griff er ganz tief in die zeithistorische Tabu-Kiste und sorgte bei den politisch Korrekten prompt für empörte Reaktionen. Das Newsportal 444.hu zitiert Orbán mit den Worten: „Die EU will alle dazu verpflichten, ihren Gasverbrauch um 15 Prozent zu senken. Ich verstehe nicht, wie sie es erzwingen wollen, obwohl es deutsches Know-how gibt. Aus der Vergangenheit, meine ich.“ Orbán spielte damit auf die Rolle des Gases im Dritten Reich an.

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Natürlich gerieten Linke und Liberale unverzüglich aus dem Häuschen. Die liberale ungarische EU-Abgeordnete Katalin Cseh echauffierte sich: „Viktor Orbáns rassistische Tirade beinhaltet eine üble Beleidigung gegen praktisch jeden EU-Verbündeten. Ein absoluter Tiefpunkt. Diese Sprache ist Gift für die EU als Ganzes, und sie sollte angeprangert werden.” (mü)

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