Kadyrow poltert wieder: „Wir werden durchbrechen und Polen erobern“
Moskau/Grosny. Der tschetschenische Präsident Kadyrow ist erneut mit markigen Aussagen über die Zukunft Osteuropas einschließlich Mitteldeutschlands aufgefallen. In einem Interview des russischen Senders Rossija-1 sagte er jetzt, der Rückzug der russischen Truppen in den 1990er-Jahren aus der früheren DDR sei ein Fehler gewesen. Und fügte hinzu: „Gorbatschow oder wer auch immer hat unsere Truppen von dort abgezogen. Die Deutschen hätten als Verräter bestraft werden müssen, damit sie ihren Platz verstehen. Wir sollten dorthin zurückkehren, es ist unser Gebiet.“
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Kadyrow wetterte bei dieser Gelegenheit auch gegen den Bundeskanzler Olaf Scholz. Dieser habe den russischen Präsidenten besucht und sich „weich wie ein Pandabär“ gegeben. Jetzt spreche er vom Rednerpult mit haßerfüllten Äußerungen über Rußland. Scholz solle „in die Schnauze“ gehauen werden, meinte Kadyrow. Scholz hatte sich in Moskau zuletzt mit der Ankündigung unbeliebt gemacht, „Leopard“-Kampfpanzer an die Ukraine zu schicken.
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Kadyrow zeigte sich zudem überzeugt, daß Rußland seine Ziele in der Ukraine bis Ende des Jahres erreichen könne. Rußland habe die Kraft, um die ukrainische Hauptstadt Kiew, die zweitgrößte Stadt Charkiw und die wichtigste Hafenstadt Odessa einzunehmen, so der Tschetschenen-Führer. Und er kündigte an: „Wir werden durchbrechen und Polen erobern.“
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Erst zuletzt hatte Kadyrow, der in der Anfangsphase des Krieges eines der ersten Kontingente für die russische Militäroperation in der Ukraine gestellt hatte, mit der Forderung für Gesprächsstoff gesorgt, in Oberschlesien, das heute zum größten Teil auf polnischem Gebiet liege, solle eine Volksabstimmung durchgeführt werden. (mü)
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