Jusos mögen Stauffenberg nicht: „Antisemit wie der Rest der Bande auch“

Jusos mögen Stauffenberg nicht: „Antisemit wie der Rest der Bande auch“
Wikimedia/Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD/

Berlin. Daß Linke ein Problem mit dem Widerstand gegen Hitler haben, ist nichts Neues – viele der Hitler-Gegner um Stauffenberg und Co. waren Adlige, konservative Preußen und schneidige Offiziere, für Linke mithin keine Vorbilder.

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Besonders übel zogen zum Jahrestag des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 jetzt die Jusos, die Nachwuchsorganisation der Kanzler-Partei SPD, über Hitler-Attentäter Stauffenberg her. Dieser sei kein „Antifaschist“ gewesen, sondern „Antisemit, wie der Rest der Nazi-Bande auch“. Deshalb zählt das Attentat vom 20. Juli praktisch nicht: der mißglückte Bombenanschlag „ist für uns kein anständiger Antifaschismus“, mäkelten die Jusos auf Facebook.

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Man sehe deshalb „diesen Gedenktag, an dem auch er als Held gefeiert wird, kritisch“. Stauffenberg handelte, so die SPD-Küken, „nicht aus antifaschistischen Werten, sondern wahrscheinlich, weil er Deutschland vor einer Niederlage im 2. Weltkrieg bewahren wollte“. „Stauffenberg war ein Nationalist, Antidemokrat und Antisemit, wie der Rest der Nazi-Bande auch.“

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Es wird aber noch draller, denn: „Anständiger Antifaschismus ist, wenn unsere Genoss*innen (besonders im ländlichen Raum und Teilen 'des Ostens') sich jeden Montag bei Wind und Wetter rechten und verschwörungsideologischen Aufmärschen entgegenstellen.“ Kommentar überflüssig. (rk)

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