Jetzt auch noch die Muslimbrüder: Noch mehr Terror in Europa?
Brüssel/Doha. Europa könnte eine neue Terrorwelle bevorstehen – und diesmal geht sie nicht von einschlägig bekannten Organisationen wie IS oder al-Qaida aus, sondern von der Muslimbruderschaft-Organisation IUMS. Diese ruft nun offen zur Gewalt auf. In einer aktuellen Fatwa erklärt sie: jeder Muslim sei verpflichtet, sich am Dschihad gegen Israel und seine Verbündeten zu beteiligen – andernfalls gelte er als Abtrünniger. Wörtlich: „Die Unterstützung der Mudschaheddin mit Waffen, Fachwissen und Informationen ist eine bindende Pflicht.“
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Fachleute und Sicherheitsbehörden sind alarmiert. So erläutert der Historiker und Extremismus-Experte Heiko Heinisch: „Der Aufruf zum individuellen Dschihad stellt auch für Europa eine unmittelbare Bedrohung der inneren Sicherheit dar.“ Besonders brisant: die IUMS gilt als Lehrautorität für bekannte Moscheeverbände im deutschsprachigen Raum. „Ihr Einfluß läßt sich bis in einzelne Moscheen zurückverfolgen“, unterstreicht Heinisch und bezeichnet die IUMS als „weltweit führende Autorität der Muslimbruderschaft“.
Die IUMS ist seit ihrer Gründung im Jahr 2004 in Doha personell und ideologisch engstens mit der Muslimbruderschaft verflochten. In einer Stellungnahme von 2020 verteidigte sie die Bruderschaft ausdrücklich gegen eine saudische Fatwa: die Muslimbruderschaft sei eine „Gruppe im Dienst des Islam“, die Anschuldigungen gegen sie seien „falsches Zeugnis“, befand sie.
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Weil sich die Muslimbruderschaft von Terrorgruppen wie Al-Kaida oder dem IS distanziert, genoß sie in Europa lange Zeit politische Nachsicht – im Gegensatz zu vielen arabischen Staaten. Doch seit dem Beginn des Krieges im Gazastreifen ist offensichtlich: auch vermeintlich gemäßigte Vertreter des Islam legen ihr friedliches Gewand ab und unterstützen den offenen Terror. Organisationen wie die IUMS liefern dafür die religiöse Rechtfertigung – und Europa schaut weiter zu. (mü)
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