Jetzt 500 Tote pro Tag: Wie lange hält die Ukraine noch stand?

Jetzt 500 Tote pro Tag: Wie lange hält die Ukraine noch stand?

Kiew. Trotz des heroischen Widerstandskampfes der ukrainischen Armee hat diese immer mehr Tote zu beklagen. Die Verluste gegen die weit überlegenen russischen Verbände explodieren förmlich und haben sich in den vergangenen 14 Tagen verfünffacht. Der ukrainische Präsidentenberater David Arakhamia berichtete nun von „500 Toten täglich”. Noch vor wenigen Wochen sprach Präsident Wolodymyr Selenskyj von „100 Toten pro Tag”. Die Lage spitzt sich dramatisch zu.

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Arakhamia, Abgeordneter, IT-Millionär und Berater von Präsident Selenskyj, spricht Klartext: „Die ukrainische Armee hat allein im Donbass jetzt täglich 1000 Mann an Verlusten, 200 bis 500 sind Gefallene.” Die Zahl der Toten habe sich in den vergangenen 14 Tagen dramatisch erhöht, berichtet Arakhamia bei einer US-Reise.

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Aber auch Militärexperten wie der österreichische Analyst Franz-Stefan Gady sehen eine massive Krise bei den ukrainischen Streitkräften: Gady ruft auf Twitter in Erinnerung, daß die „ukrainische Rüstungsindustrie zerstört” sei, daß die „erfahrensten ukrainischen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften bereits gefallen oder verwundet” seien, daß „die Kampfmoral in mehreren ukrainischen Verbänden teils massiv gesunken” sei und die ukrainischen Streitkräfte „den Kampf der verbundenen Waffen nur rudimentär verstehen”, was zu hohen Verlusten führe.

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Für die Ukraine werde der Sommer und der frühe Herbst eine „sehr schwierige Phase” , schreibt Gady: „Die Ukraine kann in diesem Abnutzungskrieg einen Abnutzungssieg nur durch massive westliche Waffen & Munitionslieferungen (+ Trainingsprogramme & nachrichtendienstliche Unterstützung) erringen.” Ohne westliche Unterstützung werde „der konventionelle militärische Widerstand der ukrainischen Streitkräfte im Osten früher oder später kollabieren”. (mü)

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