Interessantes Angebot aus Moskau: Exil in Rußland für regimekritische Deutsche?

Interessantes Angebot aus Moskau: Exil in Rußland für regimekritische Deutsche?

Moskau/Berlin. Wird Moskau wieder zur Fluchtburg deutscher Regimekritiker – wie schon einmal in den dreißiger Jahren? Ausgeschlossen ist das nicht, wenn man Dmitri Medwedew, derzeit stellvertretender Leiter des russischen Sicherheitsrates und Chef der Putin-Partei „Einiges Rußland“, glauben will.

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Hintergrund ist, daß die Bundesregierung für Putin-kritische Russen eine leichtere Übersiedlung in die EU und vereinfachte Visaverfahren in Aussicht stellt. Das kündigte Bundesinnenministerin Faeser (SPD) dieser Tage an.

Nun kommt aus Moskau die spiegelverkehrte Retourkutsche. Medwedew, der früher russischer Präsident war, schlug per Telegram vor, „Deutsche, die Olaf Scholz oder die Bundesregierung kritisieren“, bevorzugt nach Rußland einreisen zu lassen. Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger, die unzufrieden mit der Politik der Bundesregierung sind, sollten erleichtert werden.

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Die russische Regierung kündigte vor einigen Wochen an, daß die Einreisebestimmungen für Bürger aus „unfreundlichen“ Staaten – dazu zählt auch Deutschland – grundsätzlich erschwert würden. Geht es nach Medwedew, könnten für deutsche Rußland-Freunde von dieser Regelung Ausnahmen gemacht werden.

Derzeit leben in der Russischen Föderation ungefähr 400.000 Deutsche, die meisten von ihnen in Moskau, Sankt Petersburg und in Sibirien. (rk)

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