In Johnsons Fußstapfen: Sunak warnt Kiew vor Waffenstillstand

In Johnsons Fußstapfen: Sunak warnt Kiew vor Waffenstillstand

London/Kiew. Großbritannien erweist sich einmal mehr als unversöhnlicher Kriegstreiber im Ukraine-Konflikt, der von einer Verhandlungslösung nichts wissen will. Den Preis dafür zahlen vor allem die Ukrainer.

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Jetzt hat der neue britische Premierminister Sunak vor zu raschen Verhandlungen über einen Waffenstillstand gewarnt. Der Regierungschef sagte, „daß jede einseitige Forderung Rußlands nach einem Waffenstillstand im aktuellen Kontext völlig bedeutungslos“ sei. Derartiges würde von Rußland benutzt, um sich neu zu formieren, sagte Sunak am Montag bei einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs der Joint Expeditionary Force (JEF) in Riga. Bevor Rußland sich nicht zurückgezogen habe, könne und solle es keine echten Verhandlungen geben. Sunak rief bei dem Gipfel auch zu weiteren Waffenlieferungen an Kiew auf.

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Schon in den letzten Monaten hatte sich vor allem die britische Regierung als handfestes Hindernis für jede Friedens- oder Verhandlungslösung positioniert. Der Schweizer Geheimdienstoffizier, NATO-Berater und Buchautor Jacques Baud erinnerte im Oktober in einem ausführlichen Interview des unabhängigen US-Medienportals grayzone.com daran, daß die Ukraine seit Kriegsausbruch im Februar mindestens dreimal vom Westen aktiv an einer Verhandlungslösung gehindert worden sei, in zwei Fällen durch die britische Regierung. Im März sei der damalige britische Premier Boris Johnson eigens nach Kiew geflogen, um auf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj einzuwirken und einen Friedensdeal zu verhindern.

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Bei einem weiteren Anlauf habe der türkische Präsident Erdogan vermitteln wollen. Auch dies habe Johnson unterbunden Nachdem er „unerwartet“ nach Kiew geflogen sei, habe er bei einer Pressekonferenz in Kiew ausdrücklich klargestellt: „Keine Verhandlungen mit den Russen. Wir müssen kämpfen. Es gibt keinen Raum für Verhandlungen mit den Russen“. (mü)

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