Impf-Diskriminierung in den Betrieben: Der Druck auf Nicht-Geimpfte nimmt zu
Wien/Innsbruck. Österreich ist bei der Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen bereits einen Schritt weiter als Deutschland. Jetzt zeigt sich, daß deshalb in den Betrieben das Klima zunehmend schlechter wird – unsichtbare Gräben zwischen Geimpften und Nichtgeimpften tun sich auf. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Harald Schweighofer, Geschäftsführer der Gewerkschaft für Privatangestellte in Tirol, berichtet etwa von Verunsicherung, aber auch häufigeren Konflikten in der Belegschaft. Ein Dienstleistungsbetrieb habe etwa in dem für alle einsehbaren digitalen Dienstplan Felder für geimpft, getestet oder genesen ergänzt. „Das ist so einfach nicht zulässig“, stellt der Gewerkschafter klar und verweist auf den Datenschutz. Das gelte auch für „Impflisten“ am Schwarzen Brett. Auch das habe es schon gegeben.
In „nicht wenigen“ Firmen werde ein enormer Druck auf Ungeimpfte aufgebaut. „Dieser kommt von Vorgesetzten, aber oft auch von Kollegen“, berichtet Schweighofer. Besonders stark spürten das aufgrund der Diskussion um die Impfpflicht Mitarbeiter in der Pflege. Obwohl vielerorts Pflegekräfte fehlen, hätten Ungeimpfte in dieser Branche Angst vor Jobverlust und davor, sich ohne Impfung nirgends mehr bewerben zu können.
„Es ist geradezu absurd: Obwohl so viele Pflegekräfte fehlen, haben Ungeimpfte in dieser Branche Angst vor Jobverlust und davor, sich nirgends mehr bewerben zu können ohne Impfung.“ Kündigungen oder Entlassungen wegen Nichtimpfung ließen sich jedoch vor Gericht gut bekämpfen, sagt der Gewerkschafter – noch. (mü)
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