Hunderttausende Schrottwagen unterwegs: Wie korrupt ist der TÜV?
München. Der TÜV gilt eigentlich als typisch deutsche Institution, die für Zuverlässigkeit und Korrektheit steht. Das ist auch verständlich, denn der TÜV befindet über die Straßentauglichkeit von Millionen Kraftfahrzeugen und darüber hinaus vieler weiterer technischer Anlagen, bei denen die Sicherheit oberste Priorität hat. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen << Doch jetzt hat der gute Ruf einen herben Knacks bekommen. Denn Hunderttausende TÜV-Gutachten aus Deutschland sollen „frisiert“ sein. Infolgedessen sollen in ganz Europa hunderttausende unsicherer Fahrzeuge unterwegs sein. Der Grund dafür: laut Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ arbeiten kriminelle Organisationen im großen Stil mit dem TÜV zusammen und haben sich unter anderem darauf spezialisiert, für in den USA ausgemusterte Schrottautos eine Fahrerlaubnis für Europa zu „organisieren“, obwohl die Fahrzeuge längst nicht mehr verkehrssicher sind. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen << Jetzt befassen sich gleich mehrere deutsche Justiz- und Polizeibehörden mit diesen Fällen. Drehkreuze der Machenschaften sind offenbar Litauen und Italien. Für die Betrügereien sollen TÜV-Mitarbeiter nach Litauen reisen, um dort Autos zu begutachten. Diese wurden zum Teil mit gestohlenen Ersatzteilen zusammengebaut. Sobald sie auch nur einen Tag lang für Deutschland zugelassen werden, sind sie laut europäischem Recht für die gesamte EU fahrtauglich. Das machten sich die Kriminellen zunutze. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen << In anderen Fällen wurden Serienautos zu Luxus-Leichenwagen umgebaut – wiederum gewährten die TÜV-Mitarbeiter die Verkehrssicherheit, obwohl gravierende Eingriffe stattgefunden hatten. Die bei der Mafia für das letzte Geleit beliebten Fahrzeuge stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Auch Thomas Eder, Aufsichtsratsmitglied des TÜV Süd, geriet in den Fokus italienischer Ermittler, als er am 18. April 2017 bei einer Razzia in einer Autowerkstatt in Parma angetroffen wurde. Deutsche Gutachter dürfen im Ausland eigentlich nicht prüfen, und die Werkstatt verfügte in diesem Fall nicht einmal über die nötige Ausstattung. (se)
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare