Hofreiter gibt den harten Hund: „Würde natürlich mein Land verteidigen“

Hofreiter gibt den harten Hund: „Würde natürlich mein Land verteidigen“
Pixabay/gemeinfrei

Berlin. Anton Hofreiter kann mittlerweile auf stattliche 20 Jahre einer komfortablen Existenz in der Bundestags-Parallelwelt zurückblicken. Seit 2005 drückt er für die Grünen die gutdotierte Parlamentsbank. In den letzten Jahren hat er sich als einer der lautstärksten Ukraine-Unterstützer profiliert.

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Hofreiter hat selbst nie Wehrdienst geleistet und auch sonst nicht viel Ahnung von militärischen Dingen. Weil das nicht gut zu seiner polternden Ukraine-Solidarität und zu seinen penetranten Forderungen nach mehr Waffen, Geld und Soldaten für Kiew paßt, hat er sich nun für eine neue Politikerlegende entschieden: er würde jetzt „natürlich“ im Ernstfall zur Waffe zu greifen, um Deutschland zu verteidigen, erklärte er in einem Podcast der Funke Mediengruppe. Wörtlich: „Wenn es hart auf hart kommt, würde ich natürlich mein Land verteidigen.“ Hofreiter, derzeit Vorsitzender des Europaausschusses des Bundestages, räumte ein, ohnehin niemals Pazifist gewesen zu sein.

Als junger Mann sei er aufgrund eines vier Zentimeter kürzeren Beines vom Wehrdienst ausgemustert worden. Hätte diese physische Einschränkung nicht bestanden, gestand Hofreiter, hätte er den Dienst vermutlich verweigert.

Doch dann ist er auch gleich wieder bei seinem Ukraine-Thema: die deutsche Wehrdienst-Debatte werde aus einer „sehr privilegierten“ Position geführt, befindet er im Funke-Interview. Menschen in der Ostukraine hätten diese Wahl nicht: „Der hat eine andere Wahl: fliehen, sterben oder kämpfen.“ (rk)

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