Hilflos gegen die Bandenkriminalität: Schwedische Regierung will Militär einsetzen
Stockholm. Seit rund einem Jahr hat Schweden jetzt eine rechtsbürgerliche Regierung unter Ulf Kristersson, die erstmals von den rechten Schwedendemokraten toleriert wird. Gegen die ausufernende Bandenkriminalität, die vor allem in den stark überfremdeten Vorstädten immer wieder für bürgerkriegsartige Szenarien sorgt, scheint aber auch Kristersson machtlos.
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Angesichts der jüngsten Krawalle, bei denen innerhalb weniger Tage drei Menschen ums Leben kamen, scheint aber jetzt auch Kristersson zum äußersten bereit: er will das schwedische Militär gegen die marodierenden Banden einsetzen.
In einer Fernsehansprache erklärte Kristersson, er werde sich mit dem nationalen Polizeichef und dem Oberbefehlshaber des Militärs treffen, „um zu prüfen, wie die Streitkräfte die Polizei im Kampf gegen die Banden unterstützen können“. „Wir werden die Banden zur Strecke bringen. Wir werden die Banden besiegen“, fügte er hinzu.
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Nach einer Zählung des öffentlich-rechtlichen schwedischen Fernsehsenders SVT zur Bandengewalt wurden im September elf Menschen getötet – die höchste monatliche Opferzahl seit vier Jahren. Die Täter sind immer jünger. Bei den Schußwaffenangriffen und Explosionen kommen immer wieder auch Unbeteiligte zu Schaden. 2022 waren in Schweden 391 Schußwaffenangriffe registriert worden. 62 davon endeten tödlich. (mü)
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