Heeres-Inspekteur der Bundeswehr: „Die Ukraine-Hilfen schwächen die Wehrfähigkeit“

Heeres-Inspekteur der Bundeswehr: „Die Ukraine-Hilfen schwächen die Wehrfähigkeit“

Düsseldorf. In einem Interview des „Handelsblattes“ äußerte sich der Heeres-Inspekteur der Bundeswehr, Generalleutnant Mais, zurückhaltend über den von der Bundesregierung angekündigten Neuaufbau der Bundeswehr. Bis das Geld für Projekte bewilligt sei und sich in besserer Rüstung und mehr Personal niederschlage, werde viel Zeit vergehen.

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Mais wörtlich: „Selbst wenn jetzt das Geld da ist, bleibt ja die Frage, wie schnell das Parlament die konkreten Projekte billigt und wie schnell die Industrie liefern kann. Deutschland ist nicht der einzige Kunde, in ganz Europa werden momentan die Streitkräfte besser ausgerüstet. Da wäre es den Schweiß der Edlen wert, daß man sich europäisch zusammensetzt und schaut, wer macht denn jetzt eigentlich was und wer ist zuerst dran. Ich bin sicher, die Leitung des Bundesverteidigungsministeriums thematisiert das auch immer wieder in ihren Gesprächen auf den entsprechenden Ebenen. Aber das ist natürlich nicht ganz einfach, weil alle Nationen verständlicherweise auch den eigenen Bedarf im Blick haben. Daher ist dieser Ansatz unverändert ein sehr ambitioniertes Vorhaben.“

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Man müsse mit einem Zeitraum von fünf bis acht Jahren rechnen, bis die Bundeswehr wieder voll einsatzfähig sei. Momentan sei der Zustand der Bundeswehr nicht besonders gut. Und: die aktuellen Hilfen für die Ukraine schwächten die Wehrfähigkeit zusätzlich. (rk)

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