„Handelsblatt“: Nord Stream 2 könnte auch ohne Zertifizierung in Betrieb genommen werden

„Handelsblatt“: Nord Stream 2 könnte auch ohne Zertifizierung in Betrieb genommen werden
Wikimedia/Bair175/

Berlin. Die längst fertiggestellte russische-deutsche Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 befindet sich derzeit in der Geiselhaft der Politik. Während die USA nach wie vor alles versuchen, um eine Inbetriebnahme zu verhindern, laviert die Bundesregierung und schiebt die Entscheidung der Bundesnetzagentur zu. Politisch wächst der Druck auf Nord Stream 2, weil die neue Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die Position der Transatlantiker einnimmt und die Inbetriebnahme der Pipeline ebenfalls verhindern will. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Jetzt bringt das „Handelsblatt“ einen neuen Aspekt ins Spiel. Unter Verweis auf mehrere Präzedenzfälle macht das Blatt darauf aufmerksam, daß Nord Stream 2 auch ohne eine formelle Zertifizierung den Betrieb aufnehmen könnte. Schlimmstenfalls, so das „Handelsblatt“, drohe bei einer Inbetriebnahme ohne Zertifizierung ein einmaliges Bußgeld in Höhe von „bis zu einer Million Euro“. Dieser Betrag sei aber überschaubar, denn die Investitionen in den Bau der Pipeline würden auf mindestens zehn Milliarden Euro veranschlagt. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Wörtlich schreibt das „Handelsblatt“: „Angesichts des anhaltend hohen Gaspreisniveaus könnte es für den Betreiber verlockend sein, die Leitung rasch in Betrieb zu nehmen, zumal Gazprom dadurch Transitgebühren für die Durchleitung von Gas durch die Ukraine sparen würde.“

Nach aktuellem Stand könnte der Zertifizierungsprozeß mindestens vier Monate in Anspruch nehmen. (rk)

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