Habeck und die „Fachkräfte“-Legende: Grünen-Minister will noch mehr Zuwanderung

Habeck und die „Fachkräfte“-Legende: Grünen-Minister will noch mehr Zuwanderung
© Raimond Spekking /

Berlin. Das überrascht nicht: der neue grüne Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck will noch mehr Zuwanderung nach Deutschland ­– und bemüht dafür einmal mehr das „Fachkräfte“-Märchen.

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Habeck kritisierte in einem Interview der französischen Zeitung „Ouest-France“ die seiner Meinung nach immer noch zu hohen Hürden für „Facharbeiter“ aus dem Ausland. „Abschlüsse werden nicht anerkannt, Anträge müssen von Botschaften bearbeitet werden“, sagte Habeck. Es fehle auch an weitergehender Infrastruktur zur Betreuung künftiger „Fachkräfte“. Es reiche nicht, sie einfach nach Deutschland einzuladen. „Sonst stehen sie im Regen vor dem Frankfurter Flughafen und kommen nicht weiter. Wir müssen viel Infrastruktur aufbauen, um das zu organisieren“, fordert der grüne Minister.

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„Ohne politische Maßnahmen werden bis zum Ende der Wahlperiode etwa eine halbe Million Arbeitskräfte fehlen“, orakelte Habeck. Dabei geht es ihm ausdrücklich nicht um Top-Kräfte. Hochqualifizierte IT-Fachkräfte hätten keine Schwierigkeiten, nach Deutschland zu kommen. Aber: „Es geht darum, die Zuwanderungsvoraussetzungen auch für andere – insbesondere diejenigen mit Berufsabschlüssen – zu erleichtern.“ Schon im Ausland müßten Kapazitäten zur Vorqualifikation aufgebaut werden. „In Deutschland müssen wir uns dann auch kümmern und hierfür die nötigen Ressourcen zur Verfügung schaffen. Und wir müssen die rechtlichen Voraussetzungen ändern, damit Zuwanderer leichter Zugang in den deutschen Arbeitsmarkt bekommen.“

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Habeck will sich nun auch selbst intensiv um die Anwerbung weiterer „Fachkräfte“ kümmern. Er habe ein Video aufgenommen, „das sich an Fachkräfte auf der ganzen Welt richtet: ‚Make it in Germany!‘ Wir starten einen Aufruf, nach Deutschland zu kommen.“ (rk)

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