Habeck schaut in die Röhre: Katar macht das große Gas-Geschäft mit China
Doha/Peking. Das Emirat Katar ist in diesen Tagen vor allem wegen der Fußball-WM im Gespräch. Eine Zeitlang war Katar auch die Gas-Hoffnung von Bundeswirtschaftsminister Habeck, der auf der Suche nach Ersatz für das preiswerte russische Gas kreuz und quer durch die Welt reiste, um Ersatz zu finden. Katar ließ den Gast aus Deutschland abblitzen: während dieser noch von einer „Energiepartnerschaft“ mit dem Emirat phantasierte, stellten die Scheichs unmißverständlich klar, daß davon keine Rede sein könne.
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Jetzt wird die Habecks Schlappe noch schmerzhafter. Denn nun machen Meldungen die Runde, wonach Katar sein großes Flüssiggas-Geschäft ausgerechnet mit der großen Konkurrenz macht – mit China.
Doha und Peking haben jetzt ein langfristiges und umfangreiches Gasabkommen unterzeichnet. Das staatliche Unternehmen Qatar Energy werde jährlich vier Millionen Tonnen Flüssig-Gas (LNG) in die Volksrepublik liefern, teilte der Konzern mit. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 27 Jahren und ist damit laut Energieminister und Qatar-Energy-Chef Saad Scherida Al-Kaabi der „längste Vertrag“ in der Geschichte der LNG-Industrie. Insgesamt sollen 108 Millionen Tonnen Flüssiggas in das Reich der Mitte fließen.
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Katar verfügt nach Rußland und dem Iran über die drittgrößten Gasreserven weltweit. Der weitaus größte Teil des Exports geht nach Asien, jetzt außer Japan und Südkorea vor allem nach China.
Daß Deutschland in die Röhre schaut, ist aber weder Schuld der Chinesen noch der Scheichs. Vielmehr wollen Habeck und Co. aus grün-ideologischen Gründen keine längerfristigen Verträge abschließen, weil sie auch das teure und umweltschädliche LNG-Gas nur als Übergangs-Energielösung auf dem Weg ins Wind- und Sonne-Öko-Paradies betrachten. Anbieter wie Rußland oder Katar bevorzugen aber langfristige Lieferverträge, die besser planbar sind. Jetzt muß sich Deutschland weiter auf dem kurzfristigen Spotmarkt nach Gas umsehen.
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Dieser ist nicht nur viel teurer, sondern auch unsicherer. Während Großlieferanten wie Rußland praktisch immer liefern können, kann es auf dem Spotmarkt durchaus auch zu Lieferengpässen kommen. (mü)
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