Habeck in Davos: Rußland-Sanktionen bleiben – auch wenn es 100.000 Tote kostet
Davos/Berlin. Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) hat sich mit einer bemerkenswerten Aussage als eingefleischter Rußlandfeind zu erkennen gegeben: auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte er jetzt, daß eine Aufhebung der Sanktionen gegen Rußland ausgeschlossen sei, selbst wenn dies den Verlust von 100.000 Menschenleben bedeute.
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Angesichts der sich verschärfenden Hungerkrise, die durch die Blockade des Schwarzmeer-Handels weiter verstärkt wird, sprach sich Habeck dennoch gegen die Aufnahme von Verhandlungen mit Rußland aus. Laut dem UN-Welternährungsprogramm besteht die Gefahr einer großen Hungersnot und steigender Lebensmittelpreise weltweit. Das Risiko steige infolge des Ukraine-Krieges.
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Beobachter sehen sich durch diese Aussagen an ein inzwischen legendäres Interview der früheren US-Außenministerin Albright zu den US-Sanktionen gegen den Irak erinnert. Albright erklärte damals, daß das Sterben von mehr als einer halben Million irakischer Kinder seinen Preis wert war. (mü)
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