Grüne machen Druck wegen Moria-Migranten: Wer keine „Flüchtlinge“ aufnimmt, soll zahlen

Berlin. Den Grünen geht die von der Bundesregierung beschlossene Aufnahme von mehr als 2.500 Migranten aus Lesbos nicht weit genug. Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt forderte jetzt gleich die komplette Evakuierung von Lesbos. Und: EU-Länder, die sich weigern, Migranten aufzunehmen, sollen künftig zur Kasse gebeten werden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Im ARD-Morgenmagazin forderte Göring-Eckardt, daß sämtliche Migranten von Lesbos evakuiert werden sollen – anschließend müsse man schauen, wie man sie auf die EU-Länder verteile.

Auf den Einwand des „Morgenmagazin“-Reporters, daß Deutschland bereits mit der Aufnahme von mehr als 2.500 Migranten aus Griechenland wieder einen Alleingang anstrebe, während sich alle EU-Länder (außer Deutschland) – darunter Schweden, Dänemark, Österreich und Ungarn – sich gegen die Aufnahme von Migranten aussprächen, wurde Göring-Eckardt noch deutlicher:

„Ich bin dafür, daß man sagt: Diejenigen, die wollen, sollen bitte vorangehen. Und wenn sich dann ein Land wie Ungarn danach weigert, dann müssen die eben bezahlen, mindestens so viel, wie die Aufnahme in ihrem Land gekostet hätte.“

Im weiteren forderte Göring-Eckardt von Bundesinnenminister Seehofer, den Weg für die weitere Aufnahme von „Flüchtlingen“ freizumachen und sich dabei auch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft zunutze zu machen, um Druck auf andere EU-Länder auszuüben: „Mich regt das wahnsinnig auf. Wir haben als Deutschland gerade die EU-Ratspräsidentschaft. Wir haben die Möglichkeit, wir können vorangehen.“ (rk)

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