Griechischer Migrationsminister kritisiert Deutschland: „Das Problem ist, daß Sie diese Menschen anlocken“
Athen/Berlin. In einem Interview der „Bild“-Zeitung ist der griechische Migrationsminister Mitarachi mit der bundesdeutschen Zuwanderungs- und Asylpolitik hart ins Gericht gegangen. Er unterstrich auch, daß Griechenland für den gesamteuropäischen Grenzschutz sehr viel tue. Die illegale Zuwanderung von außerhalb der EU auf griechisches Territorium sei gegenüber dem Jahr 2019 um 90 Prozent zurückgegangen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Mitarachi verwahrte sich auch gegen den Vorwurf, daß viele „Flüchtlinge“, die aus Griechenland nach Deutschland kommen, nicht nach Griechenland zurückgeschickt werden können: „Ihre Gerichte haben verboten, die Menschen zurück nach Griechenland zu schicken. Wir respektieren lediglich die Entscheidung der deutschen Justiz. Sie können nicht immer nur mit dem Finger auf Griechenland zeigen“, sagte der griechische Minister.
Im übrigen locke Deutschland mit seinen hohen Sozialstandards Migranten geradezu an: „Wenn Sie den Menschen, die in Ihr Land kommen, hohe Vorteile bieten, wird das Menschen anziehen. Das Problem ist, daß Sie diese Menschen über Griechenland anlocken, und ich möchte nicht das Tor nach Europa sein.“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Angesichts des steigenden Drucks auf die europäischen Außengrenzen müsse es jetzt darum gehen, diese „im Einklang mit dem internationalen Recht“ besser zu schützen: „Alle Grenzen. Von Litauen, Polen, Bulgarien, Griechenland, Italien.“ Zusammenarbeit innerhalb der EU sei nun das Gebot der Stunde. Denn: „Die Migration wird nicht aufhören, und ich glaube, wir kommen jetzt wieder in eine Situation, in der die Dinge wieder schwieriger werden können.“ (mü)
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