Gewaltspirale dreht sich weiter: Noch mehr Bahnhofs- und Messergewalt in Deutschland

Gewaltspirale dreht sich weiter: Noch mehr Bahnhofs- und Messergewalt in Deutschland

Berlin. Deutschland versinkt in der Gewalt – die Gewaltkriminalität auf deutschen Bahnhöfen ist auch in den ersten drei Monaten 2024 im Vergleich zum  Vorjahr wieder stark gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Bundespolizei hervor.

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Demnach registrierten die Beamten im März dieses Jahres mehr als 2800 Gewaltdelikte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Anstieg um satte 17 Prozent. Die meisten Gewaltdelikte,  etwa Körperverletzungen, ereigneten sich laut Statistik auf Bahnanlagen (2300 Fälle).

Laut der Anfang April vorgestellten polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) erreichte die Gewaltkriminalität mit 214.099 Fällen (plus 8,6 Prozent) den Höchststand seit 15 Jahren. Ein Hauptgrund ist, daß die „gefährliche und schwere Körperverletzung“ um 6,8 Prozent auf 154.541 Fälle stieg – die bislang höchste Fallzahl überhaupt. Auch die „vorsätzliche einfache Körperverletzung“ stieg auf 429.157 Fälle an (plus 7,4 Prozent). Der bisherige Höchststand war 2016 mit 406.038 Fällen registriert worden.

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Speziell bei Messerangriffen verzeichnet die PKS einen deutlichen Anstieg (8951 Fälle, plus 9,7 Prozent). Laut Statistik zählen dazu auch Fälle, bei denen der Einsatz eines Messers lediglich angedroht wird.

Bei der Bundespolizeigewerkschaft DPolG macht sich angesichts der neuesten Zahlen Ernüchterung und Enttäuschung breit. DPolG-Chef Heiko Teggatz erinnert daran, daß es an Verbesserungsvorschlägen, aber auch an Zusagen vonseiten der Politik nicht fehlte. Geschehen sei aber bisher nichts. (rk)

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