Gesinnungsjournalismus zahlt sich nicht aus: Springer-Blätter im freien Fall
Berlin. Die etablierten Medien verlieren weiter dramatisch an Boden. Betroffen sind vor allem Blätter des Axel-Springer-Konzerns.
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Die neuesten Quartalszahlen der „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“ (IVW) sind desaströs. Demnach befinden sich gerade die Flaggschiffe des Konzerns, „Bild“ und „Welt“, mittlerweile im freien Fall. Bei der sogenannten harten Auflage (Einzelverkauf, Abos) fällt die „Bild“-Zeitung auf nunmehr 823.273 Exemplare zurück – ein deutliches Minus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die „Welt“ verliert 13,8 Prozent und meldet jetzt nur noch 35.878 regulär verkaufte Exemplare. Das ehedem konservative Flaggschiff im deutschen Blätterwald erscheint damit inzwischen weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit.
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Aber nicht nur der Springer-Verlag, auch andere Mainstream-Medien sind weiter kräftig im Sinkflug. So verlor etwa auch die linksgrüne „Süddeutsche Zeitung“ stattliche 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die schon lange kein konservatives Blatt mehr ist, 7,1 Prozent.
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Die Gründe für die desaströsen Zahlen liegen auf der Hand: die Leser finden sich in den Mainstream-Medien immer weniger wieder und müssen feststellen, daß sich die veröffentlichte Meinung immer weniger mit der Realität deckt. Für augenscheinliche Desinformation möchte niemand gern Geld ausgeben. (st)
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