Geopolitik: Saudi-Arabien und Oman nun mit "Via Pan-Arabica" verbunden

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Mit einem inhaltlichen Wechsel in der saudischen Politik, die sich unter diesem neuen Vorzeichen vermehrt ihrer alten Rolle als Sammler der Arabischen Länder erinnerte, hat man den Konflikt bis auf weiteres beendet. Zugleich brach im zunehmend durch sunnitische Einflüsse überformten Oman nach dem Tod von Sultan Qabus die langjährig überstrapazierte Wirtschaft infolge einer ruinösen Corona-Politik endgültig zusammen, so daß das eher ölarme Land auf auswärtige Investitionen angewiesen war: Saudi-Arabien engagierte sich über seinen staatlichen Public Investment Fund mit fünf Milliarden US-Dollar, während saudische Unternehmen während des Besuchs des Kronprinzen Vorab-Verträge über weitere 30 Milliarden Dollar abschlossen. Saudi-Arabien profitiert vor allem infolge der für seine Wirtschaft, aber potentiell auch militärisch wichtigen Anbindung an die omanischen Häfen am Indischen Ozean bzw. am Golf von Oman – unter Umgehung der Vereinigten Arabischen Emirate, die allenthalben zunehmend mehr als Konkurrenten denn als Partner der Saudis wahrzunehmen sind.

Prof. Dr. Thomas W. Wyrwoll

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