Gekündigt, weil er Weißer ist: US-Manager klagt gegen Schwarzen-Bevorzugung

Gekündigt, weil er Weißer ist: US-Manager klagt gegen Schwarzen-Bevorzugung

New York. Im Juni erklärte der oberste US-Gerichtshof, der Supreme Court, in einem vielbeachteten Grundsatzurteil die sogenannte „Affirmative action“, also die Bevorzugung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, für verfassungswidrig. Es hatte sich insbesondere an US-Universitäten eingebürgert, vorgeblich „diskriminierte“ Farbige gegenüber weißen Bewerbern zu bevorzugen. Seit dem Urteil im Juni ist es damit vorbei.

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Offenbar nicht nur an den Universitäten. Jetzt hat ein ehemaliger weißer Manager der US-Investmentbank Morgan Stanley, Kevin Meyersburg, seinen früheren Arbeitgeber wegen Diskriminierung verklagt. Er erklärt in seiner Klageschrift, er sei im Mai gekündigt worden, um Platz für eine weniger qualifizierte schwarze Frau zu schaffen.

Trotz „einer beeindruckenden Liste von Errungenschaften“ sei er von seinem Posten entbunden worden. Obwohl seine Nachfolgerin „möglicherweise eine talentierte Führungskraft ist, hatte sie einfach nicht die vergleichbare Erfahrung oder den Hintergrund, um Morgan Stanleys Entscheidung zu rechtfertigen“, beschwert sich Meyersburg. Die Bank habe mit dem Schritt Initiativen zur Vielfalt und Inklusion vorantreiben wollen.

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Der Fall ist einer der ersten, bei dem es um die Benachteiligung Weißer außerhalb des Universitätsbetriebes geht. Gegner von Diversity-Maßnahmen bei Firmen berufen sich inzwischen ebenfalls auf das Urteil des Supreme Court vom Juni. (mü)

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