Gegen „Vermummungsgebot“: Chef der Bundesärztekammer kritisiert Maskenpflicht

Berlin. Wieder ein prominenter Fachmann, der öffentlich Widerspruch gegen die rigide Corona-Maskenpflicht anmeldet. Jetzt hat der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, den Nutzen der Maske öffentlich bezweifelt. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

In der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ sagte Reinhardt, daß er das Tragen in manchen Situationen befürworte. Allerdings sei er von den Alltagsmasken nicht überzeugt, „weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, daß die tatsächlich hilfreich sind – schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken“. An einer Stelle sprach der Ärztekammer-Chef von einem „Vermummungsgebot“.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach bezeichnete Reinhardts Wortwahl auf Twitter als „unentschuldbar“ für den „ranghöchsten deutschen Ärztefunktionär“. Reinhardt beschädige die Arbeit seiner Kollegen. „Aus meiner Sicht ein Rücktrittsgrund, wenn er das nicht sofort zurücknimmt“, schrieb er. Reinhardt hat auf diese Forderung bislang nicht reagiert. (rk)

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