Gefährliches Spiel: Ukrainer haben vom Westen Erlaubnis für Angriffe auf russisches Gebiet
Kiew/Moskau. Offiziell behauptet der Westen, im Ukraine-Konflikt nicht Kriegspartei zu sein. Allerdings ist das mit Blick auf die immensen Waffenlieferungen ebenso wie auf ganze Ausbildungsprogramme, mit denen westliche Staaten die ukrainischen Streitkräfte unterstützen, äußerst fraglich. Selbst der wissenschaftliche Dienst des Bundestags gelangte bereits im Frühjahr zu dem Befund, daß spätestens die Ausbildung ukrainischer Soldaten Deutschland zur Kriegspartei mache.
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Der Westen nimmt aber offenbar noch viel direkter Einfluß auf die ukrainische Kriegführung – und spielt damit ein äußerst gefährliches Spiel. Das verriet jetzt eher unfreiwillig der schwedische Söldner Kenneth Gregg, der als Freiwilliger auf ukrainischer Seite kämpft und regelmäßig auf Facebook über das aktuelle Kampfgeschehen berichtet. Seine Facebook-Seite hat über 11.000 Follower.
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Am 17. Oktober schrieb er, es gebe „frohe Neuigkeiten bezüglich unseres Rechts, russische Militärziele auf russischen Boden anzugreifen. Wenn man bedenkt, daß es so lange gedauert hat, bis der Westen uns das Recht gegeben hat, die Bedrohungen auszuschalten, bevor sie die Grenze erreichen. Wir haben 35 verschiedene militärische Ziele in der Umgebung von Belgorad und Kursk angegriffen, darunter einen Militärflughafen, Abschußrampen für Raketen, Treibstoffdepots, Kommandozentralen usw.“
Bislang haben westliche Regierungen eine solche Beteiligung am Vorgehen der ukrainischen Truppen immer bestritten. Allerdings hatte auch die „New York Times“ schon vor Wochen darüber berichtet, daß z.B. die Pläne für die aktuelle Gegenoffensive der Ukrainer mit maßgeblicher Beteiligung amerikanischer und britischer Offiziere in Kiew entstanden seien.
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Ganz falsch liegt der Kreml also nicht, wenn er behauptet, daß Rußland in der Ukraine mit den militärischen Kapazitäten des „kollektiven Westens“ konfrontiert sei, wie zuletzt Kremlchef Putin in seiner Rede am 30. September dargelegt hatte. (mü)
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