Gefährliche Aufrüstung: Deutschland lieferte bereits Ausstattung für 37 Millionen Euro an die Ukraine
Berlin. Die Liste der bisher an die Ukraine gelieferten Waffen ist deutlich länger als bisher öffentlich bekannt. Dem „Spiegel“ zufolge bekam die ukrainische Armee laut einem vertraulichen Bericht aus dem Wirtschaftsministerium bereits bis zum 7. März Rüstungsgüter im Wert von 37,3 Millionen Euro. Dabei wurde mit 31,3 Millionen der Großteil der Lieferungen in der aufgeführten Liste als „Kriegswaffen“ eingeordnet. Hinzu kommen „sonstige Rüstungsgüter“ im Wert von 5,8 Millionen Euro.
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Neben den bisher öffentlich bekannten 1.000 Panzerfäusten und 500 Stinger-Raketen wurden demnach noch weitere Waffen in die Ukraine gebracht. Dazu zählen 14 gepanzerte Geländewagen, 1.300 Schutzwesten mit 2.600 Kevlar-Platten, 16 Nachtsichtgeräte und weitere Kommunikationsgeräte. Für rund zwei Millionen Euro wurden bereits 23.000 Helme an die ukrainische Armee geliefert.
Doch seit Anfang März ist die Liste noch viel länger geworden: in den vergangenen Tagen stellte sich heraus, daß die Bundeswehr aus ihren Beständen zudem 500 Strela-Flugabwehrraketen an die Ukraine abgegeben hat. Zusätzliche Lieferungen aus DDR-Beständen sind nach Angaben aus Regierungskreisen bereits auf dem Weg. Darüber hinaus hat Verteidigungsministerin Lambrecht (SPD) eine zusätzliche Lieferung über 2.000 Panzerfäuste beim Bundessicherheitsrat beantragt.
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Aus dem Fundus der Bundeswehr sollen zudem panzerbrechende Waffen und leicht bedienbare Luftabwehrsysteme geliefert werden. Aus Fachkreisen heißt es, daß die Abgabe von Handfeuermunition zur Stärkung der ukrainischen Armee bei ihrem Kampf gegen russische Einheiten einen großen Nutzen verspräche – ebenso sowie Kleindrohnen und moderne Nachtsichtgeräte.
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Die unverhohlene Aufrüstung der ukrainischen Streitkräfte durch Deutschland könnte sich für die Bundesrepublik als gefährlicher Bumerang erweisen. Kremlchef Putin hat ebenso wie die russische Regierung mehrmals seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine unmißverständlich erklärt, jede Einmischung von außen – einschließlich der Lieferung tödlicher Waffen – werde massive Reaktionen vonseiten Rußlands nach sich ziehen. Das russische Außenministerium sprach am 28. Februar in diesem Zusammenhang sogar ausdrücklich von einer „militärischen Sonderoperation“. (st)
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