Frau Sheinbaums Sorge um die Indigenen: Kolumbus muß einer Indianerin weichen

Mexiko-City. Es ist inzwischen alle Jahre das gleiche Spektakel: zum „Kolumbus-Tag“ (der seit 1937 in vielen Ländern der Neuen Welt am zweiten Montag im Oktober gefeiert wird) sollen Kolumbus-Statuen entfernt, umgestürzt oder umbenannt werden. Jetzt ist der Steit in Mexiko-City erneut entbrannt. Dabei ist im dortigen Stadtzentrum die Kolumbus-Statue längst entfernt worden. An ihrer Stelle soll die Figur einer jungen Indianerin errichtet werden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Es handelt sich um eine rund sechs Meter hohe Kopie einer vor kurzem entdeckten Skulptur ungefähr aus der Zeit der Ankunft von Kolumbus in Amerika, wie die Bürgermeisterin der mexikanischen Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, am Dienstag, dem diesjährigen Kolumbus-Tag, mitteilte.

Es solle sich dabei um eine Hommage an indigene Frauen handeln, die immer wieder Opfer von Rassismus und Diskriminierung geworden seien. Wenige Wochen zuvor hatte Sheinbaum erst einen anderen Ersatz der Kolumbus-Statue präsentiert. Die Skulptur eines Kopfes von einem zeitgenössischen Künstler, die ebenfalls indigene Frauen repräsentieren sollte, sorgte allerdings wegen ihres Aussehens überwiegend für Spott. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die neue Lösung ist eine Kopie der zwei Meter hohen Steinskulptur „Die Jugendliche von Amajac“, die zwischen 1450 und 1521 entstanden sein soll und im Januar im östlichen Bundesstaat Veracruz zufällig von Bauern gefunden wurde. Sie stellt laut Archäologen wahrscheinlich eine Herrscherin dar.

Die Kolumbus-Statue stand zuvor seit 1877 an der Prachtstraße Paseo de la Reforma. Sie wurde bereits im Oktober vergangenen Jahres entfernt, um sie zu restaurieren. Zuvor hatten linke Gruppen gedroht, sie vom Sockel zu stoßen. Die Statue soll nun an einem weniger prominenten Ort, einem kleinen Park, wiederaufgestellt werden. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare