Franzosen liefern immer weniger Atomstrom: Kommt das Ende der „Energiewende“ aus Frankreich?
Paris/Berlin. Die Quittung für die selbstmörderische Energiepolitik der „Ampel“-Regierung könnte schneller kommen als gedacht. Die schlechte Nachricht kommt aus Frankreich.
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Sie hat damit zu tun, daß im April die letzten drei deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet wurden. Ein vielfach kritisierter Entschluß der Bundesregierung, der dazu geführt hat, daß die deutschen Stromimporte aus dem benachbarten Frankreich förmlich explodiert sind. Dabei wird der Strom in Frankreich zum ganz überwiegenden Teil ebenfalls in Kernkraftwerken produziert. Das stört Habeck und Co. aber nicht. Frankreich exportierte im ersten Halbjahr 2023 vielmal so viel Strom wie im Vergleichszeitraum 2020 – 18 Terawattstunden. Auf das ganze Jahr hochgerechnet, könnte sich der Import-Strom aus Frankreich sogar verachtfachen, erwarten Experten.
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Doch das sorglose Leben könnte bald ein Ende haben. Frankreich hat Probleme mit seinen Atomkraftwerken. Erst kürzlich hat die staatliche „Électricité de France SA“ (EDF), größter Strom-Produzent Europas, wegen drohender eigener Versorgungsengpässe Kürzungen bei der Strom-Produktion angekündigt. Instandhaltungsarbeiten an den zum Teil veralteten Kernkraftwerken sowie Korrosionsprobleme sind daran schuld, daß zeitweise fast nur die Hälfte aller 56 französischen Atomreaktoren in Betrieb sind.
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Infolgedessen fiel die Strom-Produktion 2022 auf 279 Terawattstunden – der niedrigste Stand seit fast 30 Jahren. Derzeit sind nur noch 61 Prozent der französischen Atomstrom-Kapazitäten verfügbar – Tendenz weiter fallend. Die EDF hat bereits klargestellt, daß sie im Zweifelsfall zuerst die französischen Kunden beliefert, ehe sie auch nur eine Kilowattstunde ins Ausland exportieren kann. Die Deutschen mit ihrer „Energiewende“ könnten dann schnell mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen. (rk)
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