Fragwürdige Werbekampagne: Europarat wirbt mit Hijab für Freiheit

Straßburg. Kurze Röcke und ein selbstbewußtes Auftreten als Ausdruck weiblicher Freiheit – dieses feministische Leitbild von ehedem ist im Zeitalter multikultureller „Diversität“ gründlich überholt. Der Europarat wirbt inzwischen anders für Freiheit. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Im Rahmen einer Antidiskriminierungskampagne veröffentlichte er jetzt auf seinem Twitter-Konto ein Video, in dem drei Frauen einmal mit und einmal ohne Hijab – den islamischen Kopfschleier für Frauen – dargestellt werden. Dazu schrieb die Social-Media-Abteilung des Rates unter dem Hasthag #HijabIstFreude: „Schönheit liegt in der Diversität, wie Freiheit im Hijab liegt“.

Viele Betroffene sehen das anders und reagieren entsetzt. Mina Ahadi etwa, Frauenrechtlerin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, ließ die „Bild“-Zeitung wissen: „Solche Äußerungen des Europarats sind ein Schlag ins Gesicht von Frauen, die seit Jahrzehnten gegen Zwangsverschleierung kämpfen“, und weiter: „Die westlichen Feministen haben es immer noch nicht verstanden, was der Hijab wirklich bedeutet. Das ist nicht nur ein Kleidungsstück, das ist eine deutliche Frauenrechtsverletzung und steht für Unterdrückung.“ Die Frauenunterdrückung in islamischen Ländern beginne stets mit der Zwangsverschleierung und steigere sich dann immer weiter. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Der Europarat bleibt dennoch bei seiner mißverständlichen Kampagne. Diese sei Teil eines gemeinsamen Projekts des Europarats und der EU gegen Diskriminierung mit dem Ziel, Vielfalt und Integration zu fördern und Haß und Hetze jeder Art zu bekämpfen, ließ die Pressestelle des Europarats verlauten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Selbst bei den Grünen, wo es eine „Bundesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne“ gibt, findet die Kampagne keine Freunde. Ihr Vorsitzender Walter Otte erklärt: „Wer Werbung für das Hijab-Tragen macht, verhöhnt alle jene Frauen, die gegen den Zwang zur Verschleierung kämpfen und dafür auch Gefängnisstrafen in Kauf nehmen. Dies ist keine Werbung für gesellschaftliche Vielfalt und hat nichts mit Diversity zu tun.“ (mü)

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