Flutkatastrophe in der Eifel: Deutsches Behördenversagen immer eklatanter

Ahrweiler. Während sich deutsche Behörden und Politiker in der Katastrophenhilfe nach der Flutkatastrophe in der Eifel nicht mit Ruhm bekleckern, hat jetzt der ungarische Präsident Orbán in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel das Beileid seines Landes mit den Opfern der Flut bekundet – und konkrete Hilfe angeboten. Ungarn sei bereit, „mit allen verfügbaren Mitteln“ bei der Schadensbegrenzung in der Region zu helfen, sagte der Pressechef des Präsidenten, Bertalan Havasi. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Auch der russische Präsident Putin kondolierte bereits unmittelbar nach der Katastrophe.

Unterdessen macht sich in den betroffenen Flutgebieten immer mehr Unmut über das erkennbare Versagen der deutschen Behörden Luft. In den sozialen Netzwerken mehren sich die Berichte darüber, daß freiwillige Katastrophenhelfer, die zum Teil mit eigenem schweren Gerät zur Unterstützung der Aufräumarbeiten anrückten, von der Polizei wieder weggeschickt werden. Gleichzeitig wird eine desaströse Koordination der behördlichen Maßnahmen erkennbar. So wurden offenbar mehrere Züge des Technischen Hilfswerks (THW) aus Hannover zurückgeschickt, während gleichzeitig viele freiwillige Helfer inzwischen wieder abreisen müssen, weil es vonseiten der Behörden keinerlei finanzielle Entschädigung gibt.

Auch die Bundeskanzlerin hat nicht etwa ein milliardenschweres Soforthilfepaket in Aussicht gestellt, sondern rief die Deutschen zu Spenden für die betroffene Region auf. (rk)

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