Flüchtlingslager abgebrannt: Migranten hindern Feuerwehr am Löschen
Moria/Lesbos. Alles deutet auf organisierte Brandstiftung: in der Nacht auf Mittwoch wüteten in Griechenlands größtem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos Brände, die das Lager weitgehend zerstörten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Nach Angaben der Feuerwehr waren mehrere Brände innerhalb des Lagers wie auch in dessen Umgebung ausgebrochen. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete in der Nacht, auch ein außerhalb des Hauptlagers liegender Olivenhain mit Zeltunterkünften für Flüchtlinge brenne. Asylbewerber flüchteten hierauf zu Fuß in Richtung des Hafens der Inselhauptstadt Mytilini. Dabei seien sie von Polizeiwagen gestoppt worden. Videos in sozialen Netzwerken zeigen unter anderem Migranten, die „Bye-bye, Moria!“ singen.
Ob die Brände von Migranten oder Inselbewohnern gelegt wurden, ist derzeit noch unklar. Die griechische Nachrichtenagentur ANA meldete, die Brände seien nach einer Revolte in dem Lager ausgebrochen. Einige „Flüchtlinge“ hätten dagegen protestiert, daß sie isoliert untergebracht werden sollten. Außerdem versuchten Migranten, die Feuerwehr an den Löscharbeiten zu hindern. Nach Ausbruch des Feuers hätten Lagerbewohner die Feuerwehrleute mit Steinen beworfen, berichtete der Einsatzleiter im Fernsehen. (mü)
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