Feindbild Privatauto: Deutsche Umwelthilfe will Parkkosten für Autos verzehnfachen
Berlin. Der Deutschen Umwelthilfe (DUH) genügen Inflation, Energieknappheit und explodierende Verbraucherpreise noch nicht. Sie möchte den Bürgern speziell das Autofahren noch viel mehr vergällen und deshalb die Gebühr für Anwohnerparkausweise drastisch erhöhen. Die Kosten müßten so hoch sein, daß Menschen, die nicht auf ein Auto angewiesen seien, den Besitz eines solchen hinterfragten, ließ der Verein jetzt wissen.
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Öffentlicher Raum sei knapp und zunehmend umkämpft, sagte DUH-Chef Jürgen Resch. Jedes Jahr werde eine halbe Million Autos in Deutschland zugelassen. „Trotzdem dürfen Anwohnerinnen und Anwohner in den meisten Städten mit ihren riesigen SUV und Pick-ups für nur acht Cent pro Tag den öffentlichen Raum zustellen.“
In vielen deutschen Städten koste das Anwohnerparken rund 30,70 Euro pro Jahr. Künftig müsse die Gebühr bei mindestens 360 Euro liegen. Für SUVs (= Geländewagen) sollen die Kosten sogar noch stärker steigen.
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Bundesländer und Städte bremsten mit ihrer Weigerung, mehr Geld zu verlangen, die Mobilitätswende aus, kritisiert der Verein weiter. Vielerorts fehle aber auch die rechtliche Handhabe dafür.
Bis Juni 2020 gab es eine bundeseinheitliche Obergrenze von 30,70 Euro pro Jahr. Mittlerweile haben die Länder die Möglichkeit, diese mit eigenen Gebührenordnungen zu kippen. (rk)
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