Farbanschlag auf einen ukrainischen Nationalhelden: Bandera-Grab in München verunstaltet

Farbanschlag auf einen ukrainischen Nationalhelden: Bandera-Grab in München verunstaltet

München. Der Krieg in der Ukraine schlägt auch in Deutschland Wellen. Jetzt wurde auf dem Münchner Waldfriedhof das Grab des früheren ukrainischen Nationalistenführers und Nationalhelden Stepan Bandera beschmiert. Polizeiangaben zufolge wurde die Grabstätte am vergangenen Sonnabend gegen 11 Uhr von Unbekannten mit mehreren Graffitis verunstaltet. Das Grab ist mittlerweile von der Polizei verhüllt worden.

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Der 1909 geborene Bandera und seine radikal-nationalistische Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) kooperierten im Zweiten Weltkrieg mit dem Deutschen Reich im Kampf gegen das stalinistisch-kommunistische Regime der Sowjetunion. Nach dem Krieg setzte er sich nach München ab, wo er 1959 vom sowjetischen KGB ermordet wurde.

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Andrij Melnyk, der inzwischen abberufene ukrainische Botschafter in Deutschland, geriet vor einigen Wochen wegen einer Aussage über Bandera in Bedrängnis. Er hatte den Nationalistenführer in einem Interview in Schutz genommen und gesagt: „Bandera war kein Massenmörder von Juden und Polen.“ In Kiew ist Melnik bereits für höhere diplomatische Weihen im Gespräch. (se)

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