Fake-Bericht vom Fluthelfereinsatz in Münstereifel: RTL beurlaubt Susanna Ohlen
Köln/Münstereifel. Nicht nur Unions-Kanzlerkandidat Laschet macht in den Flutgebieten in Westdeutschland keine gute Figur – in den sozialen Medien wird ihm nicht verziehen, daß er auf einer Videoaufnahme kräftig beim Scherzen zu sehen ist, während im Vordergrund Bundespräsident Steinmeier Worte der Betroffenheit in die Kamera spricht. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Ähnlich hergezogen wird jetzt auch über die RTL-Moderatorin Susanna Ohlen. Sie war zunächst in einem Video aus dem schwer vom Hochwasser heimgesuchten Münstereifel zu sehen, wo sie als „Freiwillige Helferin“ vor der Kamera posierte und ihren Katastropheneinsatz mit Schaufel und Gummistiefeln dokumentierte. „Jeder packt hier mit an, schnappt sich ne Schippe. Wenn ihr ne Schippe zu Hause habt, gerne auch ne Schubkarre, kommt hierhin, meldet euch“, forderte sie die Zuschauer auf.
Nur: der Auftritt ist vermutlich ein fake – denn wenige Tage später kursiert nun ein anderes Vido aus Münstereifel im Netz, das die Moderatorin offenbar kurz vor ihrem „Fluthelfer“-Report dabei zeigt, wie sie sich erst mit Schlamm „schminkt“, um authentisch zu wirken. Die Aufnahme machte vermutlich ein Nachbar aus einem der umstehenden Häuser.
Prompt brach über Susanna Ohlen ein shitstorm herein. Selbst ihr Sender RTL sah sich zu Konsequenzen genötigt und teilte auf Presseanfragen mit: „Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt.“ (rk)
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